SciFi Quickie VII: Lucy in the Sky (USA 2019)

Lucy, die Astronautin, die gerade von einem Flug mit dem Space Shuttle zurückgekehrt ist, findet sich im profanen Leben auf der Erde nicht mehr heimisch. Alles ist schal, langweilig, absehbar. Leider fällt Lucy in the Sky (Drehbuch Brian C. Brown & Elliott DiGuiseppe; Regie Noah Hawley) wenig mehr ein, als diese Leere mit Bildern belangloser Szenen und Dialogen zu illustrieren. Da fällt es mitunter schon schwer, dabei zu bleiben …

Aber nach etwas über einer Stunde wacht man plötzlich auf. Lucy sitzt mit ihrem Liebhaber Mark, ebenfalls Astronaut, auf dessen Veranda. Sie sprechen über Liebe, Sex und ihren Job. Der Dialog gipfelt in Marks Analyse ihres Zustands:

Natalie Portman and Jon Hamm in the film LUCY IN THE SKY. Photo by Hilary B. Gayle. © 2019 Twentieth Century Fox Film Corporation

„Du warst im Weltall. Und hast diese gewaltige Unendlichkeit des Himmels gesehen; und es hat dich um den Verstand gebracht. Und jetzt ergibt nichts mehr einen Sinn. Aber das gute alte Hirn … tja, das Hirn weiß nicht, dass du eine existenzielle Krise hast, und will nur, dass wir ficken. Weil es sich gut anfühlt. Also konzentrierst du dich darauf. Auf dieses Gefühl, weil es sich echt anfühlt.“

Die Szene endet damit, dass sie von ihm mehr von „diesem Gefühl“ will. Danach sind wir dabei, wie Lucys Geist, immer diesem Gefühl hinterher, langsam zerfällt. Am Ende steht sie auf einem Dach, bereit zu springen. Oder zu fliegen …

Aber selbst bei diesem Abstieg ins Finstere bleibt der Film sich treu: Viel Leerlauf, quasi ein gemütliches Dahingleiten in nie ganz stimmigen Metaphern und Sentenzen. Aber Leere durch Leere abzubilden, ist selten eine gute Idee.

Fazit: Ein mittelmäßiger Film mit genau einem großen Moment.